ABC Folge Y: Youtube, Yggdrasil, Generation Y

, ,
Dauer: 1:05:25 Vom: 23.04.2017
Adrian Adrian Twitter
Max Max
Emma Emma Website Twitter

Im Schlusssprint der ersten Staffel gehen wir mit Emma vom Nerdkult-Podcast in Folge Y.
Sie war schon in Folge L zu Gast um über LARP zu sprechen.

– Es ist die am zweit meisten genutzte Suchmaschine nach Google. Nein, die Rede ist nicht von Bing! oder Yahoo!, sondern von /*/Youtube/*/.  Die eigentlich als Dating-Portal angelegte Website dreier Ex-Paypal-Mitarbeiter avancierte sich schon kurz nach seiner Gründung 2005 zu einer unglaublich beliebten und umfangreichen Datenbank von Katzenvideos.

– Auch die nordische Mythologie kennt eine Art Himmel, Hölle und eine Zwischenwelt, in der wir Menschen leben. Verbunden werden die drei Reiche durch den Weltenbaum /*/Yggdralil/*/. Weltenbäume gibt es in vielen Kulturkreisen, aber wohl nur einer mit eigenem Eichhörnchen-Boten.

– Viele aus unserer Hörerschaft werden ihr angehören, ohne es zu wissen. Der /*/Generation Y/*/. Menschen dieser Generation zeichnen sich durch eine besondere geschichtliche und soziale Herkunft aus, die eine direkte Auswirkung auf unseren Alltag, besonders das Arbeitsleben hat. Flache Hierarchien, Spaß bei der Arbeit und Car-Sharing sind aber nur eine Seite der Medaille.

Ein besonderer Dank geht auch an unsere Kollegen vom The Random Scientist-Podcast, die in ihrer Folge 19 unsere Fragen zur Xenie und zum Winterschlaf beantwortet haben.

Youtube als Datingportal (Archivseite): https://web.archive.org/web/20050428014715/http://www.youtube.com/

4 Gedanken zu „ABC Folge Y: Youtube, Yggdrasil, Generation Y

  1. Becci (@genderbeitrag)

    Wie immer vielen Dank für eure Folge und viel Spaß beim Staffelendspurt – das mit der Sonderfolge klingt ja schon verlockend 🙂

    Ich habe allerdings heute eine kleine (oder vielleicht auch etwas längere^^) Anmerkung: Ich finde es etwas schwierig, im Zusammenhang mit z.B. Sperrungen von Videos auf YouTube aufgrund der GEMA-Regelungen von “Zensur” zu sprechen. Das verwässtert den Zensur-Begriff doch stark – womit wir in Zeiten, in denen “Lügenpresse”-Brüllende schon von Zensur reden, wenn Medien entscheiden, über welche Inhalte oder Gruppierungen sie nicht berichten wollen, oder wenn sie auf Twitter von User*innen geblockt werden, meiner Meinung nach tunlichst aufpassen sollten.

    Zensur ist ein politisches Verfahren, bei dem es darum geht, dass Herrschende versuchen, Inhalte zu kontrollieren, also Regierungen etc. Sie hat immer ganz viel mit Machtverhältnissen und der Verantwortung eines Staates gegenüber seinen Bürger*innen zu tun. So ist sie eine Art Gegenstück zur Pressefreiheit (die gemeinsam mit der Informations- und Meinungsfreiheit ein Menschenrecht darstellt), bzw. einer von mehreren Mechanismen zur Unterdrückung eben dieser Pressefreiheit (https://www.unesco.de/kommunikation/pressefreiheit.html).
    Reporter ohne Grenzen, eine große deutsche Organisation, die auch jedes Jahr eine Länder-“Rangliste der Pressefreiheit” erstellt, definiert z.B. Internetzensur so:
    “Mit dem Ziel, kritische oder nicht opportune Informationen von ihren Bürgern fernzuhalten, versuchen Staaten wie China, auch Inhalte im Internet zu kontrollieren und setzen dabei auf immer ausgefallenere technische Lösungen. Der Iran beispielsweise plant ein eigenes, vom Internet weitgehend abgekoppeltes Intranet zu errichten, in dem ausländische Informationen nur mit spezieller Genehmigung einsehbar sind. Reporter ohne Grenzen dokumentiert solche Einschränkungen der Internetfreiheit und weist auf Dienste und Werkzeuge hin, mit denen Bürger trotzdem auf gesperrte Webseiten zugreifen können.” (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/themen/internetfreiheit/themen/)

    Ich weiß, der Begriff Zensur wird oft für jeden Sperr- oder Löschvorgang egal welcher Art verwendet – aber als Friedens- und Konfliktforscherin (also im Prinzip Politikwissenschaftlerin) würde ich mir wünschen, dass hierbei differenzierter vorgegangen wird und Zensur auch das bezeichnet, was Zensur ist. Lasst uns kreativ mit der Sprache sein und für alles andere neue Begriffe etablieren (Ja, aus diesem Appell spricht dann die germanistische Seite meines Herzens^^)!

    Liebe Grüße nach Freiburg,
    eure Becci

    Antworten
  2. Adrian

    Hey Becci,
    eingangs sei dir für dein ausführliches Feedback gedankt.
    Du hast mit deinen Ausführunge absolut Recht und es ist wichtig, das hervorzuheben und begrifflich zu differenzieren.
    Allerdings kann ich dir versichern, dass wir hier lediglich einem schnell gesuchten Wort aufgesprungen sind. Gemeint waren natürlich nicht politische Zensuren, wie sie unter vielen repressiven Systemen zum Einsatz kommen, sondern lediglich Videos, die aus verschiedenen Gründen gesperrt wurden. Ich hoffe, dass in den Ausführungen rund um diesen Satz klar geweorden ist, dass es z.B. um die Gema-Sperrungen handelt.
    Gesperrte IS-Videos z.B. kommen einer Zensur zwar schon näher, dienen aber – wohl für alle nachvollziehbar – auch dem Schutz der Bevölkerung und halten sich mit dem Verbot von expliziiter Gewalt auch an deutsches Gesetz.

    Wir freuen uns, dass du das hier so anschaulich klargestellt hast – professionell mit Links und allem PiPaPo – und hoffen, dass du und alle anderen Hörenden fleißig weiter kritisch unseren Gesprächen folgt und, wenn angebracht, korrigierend einschreitet 🙂

    Besten Gruß
    Adrian

    (@genderbeitrag falls das was hilft… Dieses Internetz…)

    Antworten
  3. jassi

    Generation y (aka yupis (young urban professionals), hipster oder milchkaffee) ist für mich auf jeden fall auch eine klassenbezeichnung. es gibt ja genug andere menschen in der derselben altersgruppe die nicht mit akademischem oder westeuropäischen background daher kommen und die nicht das privileg haben sich sorglos (da durch entsprechendes soziales umfeld abgesichert) in der liberalen arbeitswelt den traumjob zu suchen, sondern sich mit vergleichsweise schlecht bezahlten lohnarbeit und unter schlechteren bedingungen abfinden müssen. Insofern sollte man eigentlich das wort “generation” streichen oder von mir aus auch umbenennen in generation ?, wobei dann der begriff überhaupt keinen sinn mehr macht, weil die demographie für eine verallgemeinerung zu uneinheitlich ist und immer uneinheitlicher wird.

    Antworten
    1. Adrian

      Hallo Jassi,
      ich sehe das genauso wie du und hoffe, das auch am Ende des Themas etwas untergebracht zu haben. Der Generationen-Begriff hat nur dann eine Berechtigung, wenn man ihn mit ausreichend Einschränkungen versieht. Die Generation der “BabyBoomer” lässt sich durch eine einfach sehr hohe Geburtenstärke festlegen. Das heißt aber nicht, dass Eigenschaften, die auf eine Gruppe der BabyBoomer zutrifft auch auf alle BabyBoomer zutreffen muss.
      Selbes gilt natürlich auch für die Generation Y, meines Erachtens soger stärker, da der Zeitrahmen, der diese Generation einschließt komplett willkürlich gewählt zu sein scheint.
      Kein Hochschulabschluss, keine “Helikoptereltern” oder schlicht und ergreifend kein Anreiz oder keine Lust sich den Klischees anzuschließen lässt einen als “Aussreisser” aus dem Generationenbegriff fallen. Das sind aber wie in der Folge erwähnt extrem viele und fast mehr als eigentlich genau diese “Vorurteile” bedienen.

      Danke für deinen Kommentar!
      LG
      Adrian

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.